Du möchtest für längere Zeit ins Ausland, neue Menschen kennenlernen und mehr erleben als bei einem klassischen Urlaub? Dann stehst du vielleicht vor der Frage: Freiwilligenarbeit oder Work & Travel, was passt besser zu mir?
Beide Möglichkeiten bringen dich raus aus deinem Alltag und rein in ein neues Land, trotzdem unterscheiden sie sich deutlich. Bei der Freiwilligenarbeit engagierst du dich in einem Projekt für Menschen, Tiere oder die Natur. Bei Work & Travel reist du durch ein Land und finanzierst einen Teil deines Aufenthalts durch verschiedene Jobs.
Welche Variante besser zu dir passt, hängt deshalb vor allem davon ab, was du von deinem Auslandsaufenthalt erwartest.
Der größte Unterschied steckt eigentlich schon im Namen. Bei Work & Travel wechselst du zwischen Reisen und Arbeiten: Du nimmst unterwegs verschiedene Jobs an und verdienst dabei Geld für deine Reisekasse, dadurch kannst du länger im Land bleiben und deinen Aufenthalt relativ flexibel gestalten.
Bei der Freiwilligenarbeit steht dagegen dein Engagement im Mittelpunkt. Du arbeitest unbezahlt in einem ausgewählten Projekt und unterstützt beispielsweise im Tier- und Naturschutz oder im sozialen Bereich.
Trotzdem bleibt bei beiden Varianten Zeit, dein Reiseland kennenzulernen, schließlich soll dein Auslandsaufenthalt nicht nur aus Arbeit bestehen.
Heute Großstadt, nächsten Monat Farmjob und danach vielleicht mit dem Van weiter Richtung Küste? Genau diese Freiheit macht Work & Travel für viele so spannend.
Du arbeitest während deiner Reise in verschiedenen Jobs und füllst damit deine Reisekasse wieder auf, gleichzeitig entscheidest du selbst, wie lange du an einem Ort bleiben möchtest und wann es weitergeht.
Bei wayers kannst du aktuell in vier Work & Travel Ländern durchstarten: Australien, Neuseeland, Kanada und Japan.
Australien ist perfekt, wenn Roadtrips, Strände und das Leben Down Under auf deiner Bucket List stehen. Neuseeland verbindet Work & Travel mit spektakulärer Natur, Bergen, Fjorden und jeder Menge Möglichkeiten für Outdoor-Abenteuer. Kanada bietet dir pulsierende Städte und gleichzeitig scheinbar endlose Natur, Nationalparks und echte Wildnis. Japan ist besonders spannend, wenn du in eine völlig andere Kultur eintauchen und Tradition mit modernen Metropolen verbinden möchtest.
Und falls du dich jetzt fragst, wie du dich bitte zwischen allen vier entscheiden sollst: Musst du theoretisch gar nicht. Du kannst natürlich auch nach und nach alle vier Work & Travel Länder von deiner Bucket List streichen, du brauchst dafür nur etwas Zeit, vier passende Visa und vermutlich eine ziemlich große Sammlung an Flughafenfotos. Die Länder lassen sich grundsätzlich miteinander kombinieren, sofern du die jeweiligen Visa und Einreisebedingungen erfüllst.
Vielleicht möchtest du nicht während deiner Reise von Job zu Job ziehen. Stattdessen möchtest du an einem festen Ort ankommen und Teil eines Projekts werden. Dann könnte Freiwilligenarbeit bei wayers besser zu dir passen.
Je nach Projekt kannst du dich für Tiere, Natur oder Menschen einsetzen. Du arbeitest gemeinsam mit Teams vor Ort und bekommst dadurch einen anderen Einblick in dein Reiseland als bei einem klassischen Urlaub. Dazu kommt die Community: In vielen Projekten lebst du gemeinsam mit anderen Freiwilligen in einem unserer wayers Homes, eurem Zuhause auf Zeit. Aus Zimmergenoss:innen werden hier oft schnell Freundschaften fürs Leben.
Auch zeitlich hast du Spielraum: Manche Projekte lassen sich bereits für zwei bis drei Wochen buchen, andere kannst du auf mehrere Monate ausdehnen, ganz danach, wie viel Zeit du mitbringst.
Ein wichtiger Unterschied ist dein Alter. Work & Travel ist ab 18 Jahren möglich, Grund dafür ist unter anderem das Working Holiday Visum, das du für deinen Aufenthalt benötigst. Zusätzlich gibt es je nach Land eine obere Altersgrenze.
Für deutsche Staatsangehörige gelten aktuell folgende Altersgrenzen:
Australien: 18 bis 35 Jahre
Kanada: 18 bis 35 Jahre
Neuseeland: 18 bis 30 Jahre
Japan: 18 bis 30 Jahre
Bei anderen Staatsangehörigkeiten können andere Voraussetzungen gelten, außerdem können sich Visabestimmungen ändern. Deshalb solltest du vor deiner Reise immer die aktuellen Bedingungen für dein Zielland prüfen.
Bei der Freiwilligenarbeit kannst du teilweise schon mit 16 Jahren starten. Welche Projekte für Minderjährige möglich sind, hängt vom jeweiligen Land und Projekt ab. Damit ist Volunteering auch eine Möglichkeit, wenn du schon vor deinem 18. Geburtstag Auslandserfahrung sammeln möchtest.
Auch finanziell funktionieren beide Reiseformen unterschiedlich. Bei Work & Travel darfst du vor Ort arbeiten und wirst für deine Jobs bezahlt, das bedeutet allerdings nicht, dass du ohne Startkapital losreisen kannst. Du benötigst Geld für deine ersten Wochen und musst für das Working Holiday Visum je nach Land einen finanziellen Nachweis erbringen. Wie viel Startkapital du konkret einplanen solltest, erfährst du in unserem Artikel Work & Travel: Wie viel Geld brauche ich?
Bei der Freiwilligenarbeit wirst du für deine Tätigkeit dagegen nicht bezahlt, stattdessen fällt eine Programmgebühr an. Dazu kommen beispielsweise Flug, Versicherung, Visum und deine persönlichen Ausgaben. Wie sich diese Kosten im Detail zusammensetzen und wie du sie finanzieren kannst, findest du in unserem Artikel Was kostet Freiwilligenarbeit im Ausland?
Auch diese Frage kann dir bei der Entscheidung helfen. Wenn du nur einige Wochen Zeit hast, kann Freiwilligenarbeit einfacher in deine Pläne passen, viele Projekte sind für kürzere Aufenthalte ausgelegt und lassen sich dadurch auch gut mit einem begrenzten Urlaubskontingent oder einer kurzen Auszeit zwischen zwei Lebensabschnitten vereinbaren.
Work & Travel lohnt sich dagegen besonders, wenn du mehrere Monate Zeit mitbringst. Das Working Holiday Visum ist grundsätzlich auf einen längeren Aufenthalt ausgelegt, je nach Land bis zu zwölf Monate, und bietet dir die Möglichkeit, Reisen und verschiedene Jobs miteinander zu verbinden. Gerade dieser lange Zeitraum macht den Unterschied: Du hast genug Luft, um dich an einem Ort länger niederzulassen, wenn er dir gefällt, oder schnell weiterzuziehen, wenn es dich woanders hinzieht.
Du musst dabei nicht jeden Tag deiner Reise bereits vor Abflug planen, gerade die Flexibilität gehört schließlich zum Work & Travel Erlebnis. Viele Teilnehmer:innen entscheiden erst vor Ort, in welcher Region sie länger bleiben oder welchen Job sie als Nächstes annehmen, und passen ihre Route je nach Jahreszeit, Wetter oder einfach spontanen Empfehlungen aus der Reisecommunity an.
Frag dich vor deiner Entscheidung vor allem, was du von deiner Zeit im Ausland erwartest.
Freiwilligenarbeit könnte zu dir passen, wenn du …
… dich für Menschen, Tiere oder Natur engagieren möchtest und dabei mehr als nur Zuschauer:in sein willst. Du wirst gerne Teil eines festen Projekts und arbeitest lieber über einen längeren Zeitraum mit denselben Menschen zusammen, statt ständig neue Kontakte zu knüpfen. Auch wenn dir nur einige Wochen zur Verfügung stehen, lässt sich das gut mit Freiwilligenarbeit verbinden, viele Projekte sind genau darauf ausgelegt. Sie kann außerdem interessant sein, wenn du noch keine 18 Jahre alt bist und trotzdem schon erste Auslandserfahrung sammeln möchtest. Und wenn du eher Struktur und Betreuung vor Ort schätzt statt komplett auf dich allein gestellt zu sein, bist du hier ebenfalls richtig.
Work & Travel könnte zu dir passen, wenn du …
… mehrere Monate reisen möchtest und dabei nicht an einen einzigen Ort gebunden sein willst. Unterwegs Geld zu verdienen ist dir wichtig, damit sich deine Reise über einen längeren Zeitraum finanziell trägt. Möglichst flexibel bleiben zu können, steht für dich im Vordergrund, du entscheidest lieber spontan, wann es weitergeht, statt alles im Voraus festzulegen. Es eignet sich besonders, wenn du gerne selbst entscheidest, wann du arbeitest und wann du weiterreist, und wenn du Lust hast, viele unterschiedliche Orte und Jobs kennenzulernen statt dich auf ein einzelnes Projekt zu konzentrieren. Auch wenn du schon volljährig bist und offen dafür, dich unterwegs eigenständig zu organisieren, passt diese Reiseform gut zu dir.
Und wenn du dich in beiden Beschreibungen wiederfindest? Auch das ist kein Problem.
Ja, du musst dich nicht zwingend für eine der beiden Varianten entscheiden. Du kannst beispielsweise einige Wochen in einem Freiwilligenprojekt verbringen und anschließend mit Work & Travel weiterreisen, oder du kombinierst dein Engagement mit einer geführten Reise. wayers bietet dir ausdrücklich die Möglichkeit, Freiwilligenarbeit mit Work & Travel, Adventure Tours und weiteren Reiseformen zu kombinieren, ganz danach, wie du deine Zeit im Ausland gestalten möchtest.
So kannst du dich zunächst intensiv in einem Projekt engagieren und danach dein Reiseland noch auf eigene Faust entdecken, zum Beispiel mit einer unserer Gruppenreisen, bei der du gemeinsam mit anderen Travellern die bekanntesten Highlights deines Ziellandes erkundest. Auf diese Weise verbindest du echtes Engagement mit unvergesslichen Abenteuer-Momenten und lernst dein Reiseland gleich von mehreren Seiten kennen, mal im Projektalltag mit festen Bezugspersonen, mal unterwegs mit wechselnden Eindrücken und neuen Travel Buddies.
Wenn du dich engagieren und tiefer in ein bestimmtes Projekt eintauchen möchtest, spricht vieles für Freiwilligenarbeit. Möchtest du dagegen länger reisen, verschiedene Orte entdecken und unterwegs deine Reisekasse auffüllen, bietet dir Work & Travel genau diese Möglichkeit.
Und vielleicht lautet deine Antwort am Ende auch einfach: beides. Denn dein Auslandsaufenthalt muss nicht in eine einzige Schublade passen, du kannst verschiedene Reiseformen miteinander kombinieren und daraus genau das Abenteuer machen, das zu deinen Plänen passt.