Morgens gab es erstmal Frühstück welches von der Küchenfee Bee zubereitet wurde. Meistens haben wir Freiwilligen gemeinsam gefrühstückt. Anschließend haben sich alle auf den Weg zu ihrem Projekt gemacht. Wir sind meistens ca. 15 Minuten zu Fuß zu unserer Schule Cute Stars gelaufen. In der Schule angekommen bin ich morgens in die Pre-School gegangen und habe im Anschluss dann noch mit einer anderen Freiwilligen zusammen in den Klassen 1-5 Deutsch unterrichtet. Je nach Wochentag war das immer etwas anders gestaltet. Gegen Mittag, wenn das Mittagessen in der Schule ausgeteilt wurde, haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Dort angekommen haben wir uns meistens erstmal im Pool abgekühlt und ein bisschen entspannt. Am Nachmittag haben wir dann manchmal noch eine Trip nach Accra gemacht oder aber einen Markt in der Nähe besucht. Spät Abends ging es dann je nach Lust und Laune nochmal in die Stadt oder an den Strand.
Am Wochenende konnte man sich die Zeit frei gestalten. Mit anderen Freiwilligen habe ich einen Tagestrip zum Winneba Beach gemacht. Dort haben wir den schönen Strand genossen und uns abends mit einem Tourguide noch auf die Suche nach Meeresschildkröten gemacht. Rundum war es ein sehr gelungener und erlebnissreicher Trip. Auch einen Trip zu den Wli Waterfalls habe ich gemacht. Dabei handelt es sich um einen Wochenendtrip. Man fährt gute 6 h am Freitag dort hin und macht dann am Samstag eine Wanderung durch die Berge (an der Grenze zu Togo) und besucht die Wasserfälle. Die Aussicht und die Ruhe dort sind sehr schön. Abends kann man den Tag dann noch in dem kleinen Bergdorf, von wo aus man startet, ausklingen lassen, ehe es am Sonntag wieder zurück Richtung Accra geht. Aber auch ein entspanntes Wochenende mit Marktbesuchen ist auch mal ganz schön.
Zu Beginn musste ich mich etwas an die Schärfe des Essens gewöhnen. Insgesamt kochen die Ghanaer aber sehr lecker. Die Lebensart der Menschen ist gelassener als in Europa. Auf der Straße begegnen einem viele freundliche Menschen und vor allem die Kinder freuen sich immer wenn sie einen sehen. Wovon man sich nicht irritieren lassen sollte ist, dass man als Weißer auffällt und auch Blicke zugeworfen bekommt.
Ein ganz besonderer Moment war, das erste mal in die Schule zu kommen und die ganzen glücklichen Kinder zu sehen, weil sie sich so freuen, dass du da bist.
Ich fand den Auslandsaufenthalt sehr schön. Mir hat es sehr gut gefallen und ich würde es immer wieder so machen. Die Beratung vorab war sehr gut und auch die Betreuung vor Ort war top. Ich wusste, dass ich jederzeit Hilfe bekommen kann, was mich sehr beruhigt hat.
Ich habe viel über mein aktuelles Studium reflektiert. Da ich Grundschullehramt studiere, und schon einiges im Bereich Pädagogik gelernt habe, fand ich es super spannend einen Einblick in eine Schule einer gänzlich anderen Kultur zu bekommen. Vor allem durch die Möglichkeiten selbst zu unterrichten, hat es mich bestärkt mein Studium fortzusetzen und gelerntes anzuwenden.
Versucht euch nicht zu viele Gedanken im Vorfeld zu machen, sondern lasst die Dinge auf euch zukommen. Es wird sich alles vor Ort klären und die anderen Freiwilligen heißen einen mit offenen Armen willkommen.