Unser Tag hat meistens so gegen 8:30 Uhr mit dem Frühstück gestartet. Es gab zum Beispiel Toast mit Avocadocreme, Pfannkuchen oder so etwas wie Muffins – und das Frühstück von Be war wirklich immer super lecker. Gegen 9 Uhr sind wir dann zu den Projekten gelaufen, die alle gut zu Fuß erreichbar waren. Je nachdem, an welcher Schule man war, sah der Tag ein bisschen anders aus. Wir haben die Lehrer im Unterricht unterstützt und manchmal – nach Absprache mit der Direktorin – auch selbst unterrichtet. Dabei haben wir den Kindern zum Beispiel Mathe oder Englisch beigebracht. Oft haben wir auch mit ihnen getanzt und gespielt, was ihnen total gefallen hat.
In Ghana ist es echt sinnvoll, dass Volunteers in den Schulen helfen, weil es dort einen großen Lehrermangel gibt. Der Lehrerberuf wird leider sehr schlecht bezahlt, weshalb sich nur wenige für die Ausbildung entscheiden. Deshalb haben wir oft selbst kreative Ideen entwickelt, wie wir den Unterricht gestalten können. Manche Volunteers waren auch an Schulen, wo es eher ums Spielen mit den Kindern oder um Unterstützung im Unterricht ging. Man kann auch Wünsche äußern und wird dann entsprechend eingeteilt.
Gegen 12:30 Uhr sind wir meistens zurückgelaufen und haben uns einen kleinen Mittagssnack gemacht. Danach war Freizeit angesagt – wir sind in die Mall gegangen, haben am Pool gechillt oder sind an den Strand gefahren. Mittwochabend war immer Afrikiko angesagt – ein Line-Dance-Club, der richtig Spaß gemacht hat!
Am Wochenende haben wir oft Märkte besucht oder Accra erkundet. Es gibt auch viele Ausflugsmöglichkeiten, die Evelyn vom Team vor Ort organisiert – inklusive Fahrer und Unterkunft. Ein absolutes Highlight war der Trip zu den Wli-Wasserfällen in der Volta-Region. Die Gegend ist einfach wunderschön und total tropisch, und die Wasserfälle waren wirklich atemberaubend. Man kann auch in den Norden fliegen und eine Safari machen – es gibt echt viele Optionen, um das Land zu entdecken. Ghana hat so viel zu bieten und ist noch total untouristisch – ein echtes verstecktes Juwel!
Ich habe mich in Ghana unglaublich wohl gefühlt. Da das Land eher untouristisch ist, hatte ich oft das Gefühl, wie ein Local zu leben. Auch das wayers Home war echt toll und immer noch über den lokalen Verhältnissen: Es gab einen Pool, regelmäßig Hauspartys und Trommel-Sessions, die richtig viel Spaß gemacht haben. Unsere Köchin Be hat uns zweimal täglich mit leckerem Essen versorgt. Das Leben dort war wie in einer großen WG, nur mit dem Luxus, dass für uns gekocht wurde. Wir haben oft gemeinsam Spiele gespielt und Ausflüge in die Umgebung unternommen. Unsicher habe ich mich dabei nie gefühlt. Ghana gilt ja auch als eines der sichersten Länder Afrikas, und genauso habe ich es auch erlebt.
Was ich besonders schön fand: Gleich in der Nähe gab es einen kleinen Markt, auf dem man super leckere Früchte wie Mangos und Papayas kaufen konnte. Auch die Mall war nicht weit entfernt, was den Alltag sehr angenehm gemacht hat.
Eines meiner absoluten Highlights in Ghana war definitiv die Mango-Saison – ich liebe Mangos! Und dort gab’s wirklich an jeder Ecke superleckere, reife Mangos zu kaufen. Ich war im Mango-Himmel!
Ein weiteres Highlight war der Ausflug zu den Wli-Wasserfällen. Die Natur dort war einfach atemberaubend – so grün, so tropisch, so lebendig. Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, diesen Trip zu machen. Die Farben, die Geräusche, das ganze Gefühl dort. Das war einfach magisch.
Und natürlich waren auch die Kinder in den Schulen ein echtes Highlight für mich. Schon am ersten Tag sind sie direkt auf mich zugelaufen, haben meine Hand genommen und mir ganz stolz ihre Klassenzimmer gezeigt. Dieses Strahlen in ihren Augen war einfach unvergesslich. So viel Herzlichkeit und Freude. Das hat mich total berührt.
Die Menschen in Ghana sind einfach unglaublich lebensfroh. Viele leben in einfachen Häusern, oft ohne Fenster oder Türen, und haben materiell gesehen nicht viel. Aber trotzdem strahlen sie so viel Glück und Zufriedenheit aus. Das hat mich echt beeindruckt.
Was ich total schön fand: Sie nutzen wirklich jede Gelegenheit, um zu tanzen! Bei einem Kochkurs, den wir gemacht haben, sind plötzlich Kinder aus dem ganzen Dorf dazugekommen. Wir wurden sofort herzlich aufgenommen und haben zusammen mit der Kochlehrerin und den ganzen Kindern traditionelle ghanaische Tänze getanzt. Das war einfach ein richtig besonderer Moment.
Diese Herzlichkeit habe ich so in Deutschland noch nie erlebt. Man bekommt in Ghana einen ganz anderen Blick auf das Leben und auf eine Kultur, die so offen, warm und lebendig ist. Ich finde es total wichtig, solche Erfahrungen zu machen und andere Kulturen kennenzulernen – das öffnet einem wirklich die Augen und verändert die eigene Perspektive.
Ich glaube, jede Reise bringt einen irgendwie weiter. Wie ich schon gesagt habe: Es ist so, so wichtig, neue Kulturen kennenzulernen. Mit jeder Erfahrung wird man offener, verständnisvoller und lernt unglaublich viel dazu.
Ich kann gar nicht genau in Worte fassen, was sich in mir verändert hat, aber ich denke oft an bestimmte Momente zurück. Und wenn ich hier in Deutschland über Probleme höre, denke ich mir manchmal: Wir können echt froh sein, diese Art von Problemen zu haben. In Ghana haben viele Menschen mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen – und trotzdem strahlen sie so viel Lebensfreude aus. Das vermisse ich hier manchmal total.
Die Menschen dort leben oft in einfachen Verhältnissen, aber sie wirken so zufrieden, so herzlich. Diese Energie, die ich dort gespürt habe, versuche ich jetzt auch hier weiterzugeben – einfach mehr gute Laune zu verbreiten, andere mit einem Lächeln anzustecken. Denn das Leben ist schön, und genau das habe ich auf meinen Reisen gelernt.
Diese Reise war für mich nicht nur ein Ortswechsel, sondern eine echte Perspektivänderung. Und ich bin so dankbar, dass ich das erleben durfte.
Die Entscheidung, diese Reise zu machen, war definitiv eine der besten überhaupt. Die Zeit in Ghana und die Menschen dort waren einfach unfassbar toll – und es ist verrückt, wie schnell vier Wochen vergehen können, wenn man so viel erlebt.
Gerade weil Ghana noch so untouristisch ist, kann ich es wirklich jedem empfehlen, der mal einen echten Kulturschock erleben und etwas völlig anderes sehen möchte. Für mich ist genau das das Spannende an einem Reiseland: raus aus der Komfortzone, rein ins echte Leben. Man sollte auf jeden Fall offen für alles sein.
Natürlich muss man auch seine Erwartungen an Dinge wie Hygiene oder Infrastruktur etwas runterschrauben – Ghana ist einfach anders. Aber genau das macht es so besonders.
#Mein Tipp: Erwartet nicht zu viel, sondern lasst euch einfach auf das Land und die Menschen ein. Dann erlebt ihr etwas, das euch wirklich verändert.