Das buddhistische Kloster in dem Dorf namens Hasantar ist ca. 5km südlich von Kathmandu (von der Ringroad aus) gelegen. Es gibt einen Bus, der auf der Straße ca. jede Stunde verkehrt (und so wie die meisten lokalen Busse 15 Rupien = 15 Cent kostet), zu Fuß sind es ca. 1,5 Stunden.
Im Kloster leben ca. 70 Nonnen allen Alters, ab ca. 3 Jahren. Oft werden sie als Kinder schon von ihren Eltern dort hin geschickt, zum Teil weil die Familien nicht so viel Geld haben. Dementsprechend sind die kleinen Nonnen keine Zen- Meister, sondern einfach normale Kinder mit ganz normalen Bedürfnissen und Gruppendynamiken – wollen abends gerne fernsehen (indische Soaps…) und fahren auf Glitzersticker mit Prinzessinnen ab, malen auch gerne Prinzessinnen mit Buntstiften (gutes Mitbringsel) oder Kreiden und spielen gerne Ball, Springspiele oder Hangman.
Unterricht ist offiziell Montag bis Freitag. Samstag und Sonntag sind frei, aber gelegentlich kann es vorkommen, dass z.B. sonntags um 7:30 ein paar kleine Mädchen vor den Fenstern stehen und „Siiiiir, Claaaaass“ oder „Miiiiiiss, Claaaass, Pleeeaaase“ rufen. Die kommen dann gerade aus dem Morgengebet bzw. Frühstück und die erwachsenen Nonnen haben ihnen gesagt „schaut doch mal, ob die Volunteers schon wach sind“.
Man ist in diesem Fall nicht direkt dazu verpflichtet, das wertvolle Ausschlafen zu opfern, aber die Kinder freuen sich immer über jegliche Art des Unterrichts oder Spielespielens.
Es gibt des Öfteren auch Reisende, die nur so dort bleiben, ohne zu unterrichten, aber die meisten Freiwilligen helfen zusammen beim Unterricht.
Die Freiwilligen leben in einem extra Gebäude abseits des innersten Bereichs des Klosters. Die Zimmer sind geräumig, haben ein eigenes Bad und inzwischen auch einen Spiegel! Zum größten Teil sind die Zimmer sehr sonnig (Morgensonne) gelegen, und damit nicht so kalt wie andere Zimmer in dem Hauptgebäude des Klosters.
Wer duschen oder Wäsche waschen möchte, tue dies am besten mittags, denn das Wasser wird mit Sonnenkraft geheizt. Die beste Zeit ist nach dem Mittagessen, zwischen 12 und 13 Uhr, sobald allerdings die Nonnen duschen gehen, ist das warme Wasser aufgebraucht, man muss also schnell sein.
Generell hat man viel Freizeit, z.B. zum Bücherlesen, entweder mitgebrachte oder im Volunteerhaus in Kathmandu ausgeliehene oder in der Klosterbibliothek ausgeliehene! Die Auswahl im Kloster begrenzt sich allerdings auf von Volunteers zurückgelassene Bücher, tibetische Schriftrollen, ein paar englische Buddhismus-bücher (z.B. Biografien von Dalai Lama oder Milarepa o.ä. – für Interessierte zu empfehlen!)
Es gibt eine tolle Dachterrasse, auf der man bis ca. 4 Uhr nachmittags Sonne hat. Auch für Meditationsbegeisterte, die nicht unbedingt Anleitung/Coaching brauchen, ist es eine gute Gelegenheit und eine schöne Umgebung, in der man nicht gestört wird.
In der Landschaft kann man gut wandern/gehen, das Kloster ist am Hang gelegen und oberhalb von Wald umgeben. Es gibt vom Dorf aus eine Straße, die den Bergrücken entlang verläuft, vorbei an einem anderem Kloster und 1-2 km weiter an einem (vom Erdbeben mitgenommenen) Hindu-tempel vorbei bis hin zu einem Gebiet das „Switzerland Park“ heißt. Auf der anderen Seite des Hügels gibt es vor allem Nadelbäume und auch einen schönen Bereich mit Gebetsfahnen, sehr entspannend!