Über Südafrika und Kapstadt hört man im Vorfeld einer Reise ja einige negativ assoziierte Punkte – hohe Kriminalität, Armut in den Communities und auf den Straßen Kapstadt, eine extreme Schere zwischen Arm und Reich. In dem Vorort Gordons Bay, wo auch das wayers Home ist, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, da die Farmbesitzer und Tania, von der Organisation vor Ort sehr auf unsere Sicherheit geachtet haben.
Tag im Projekt: Gegen 8:00 / 8:30 hat uns der Bus vom wayers Home abgeholt und ist die einzelnen Projekte im Township oder in den Communities abgefahren. Dieser Bus hat uns dann auch Mittags wieder eingesammelt. Im Sportprojekt haben wir eigentlich den ganzen Tag mit den 1.-4. Klässlern Sport getrieben – immer Klasse für Klasse. Aufwärmen, Staffellauf, Fangen, Fußball oder Rugby standen auf dem Programm. Hin und wieder haben wir auch die Lehrer im Unterricht unterstützt.
Wochenende: An den Wochenenden haben wir die Vielfältigkeit des Landes erkundet. Wir waren ein paar mal in Kapstadt und haben die Spots besichtigt – Tafelberg, Wanderung auf den Lions-Head, Stadion etc. Einige Tage haben wir aber auch nur am Strand entspannt.
Als Touri würde man sagen, dass das Land und die Kultur das Highlight ist – mit den vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Aber das was einem am meisten in Erinnerung bleibt sind die Kinder aus den Projekten und zu sehen, wie glücklich diese mit den einfachsten Mitteln sind.
In Südafrika ist alles ein bisschen entspannter als in Deutschland – was auch sehr gut ist. Nicht jeder ist gestresst – man lebt einfach mal in den Tag hinein. Die Menschen waren immer herzlich, auch wenn man wusste, dass Sie nicht viel haben. Man sollte aber nicht zu Naiv an die Sache heran gehen, da die Kriminalität auf den Straßen immer ein wichtiger Punkt ist, den man beachten muss.
Der Aufenthalt hat mich extrem verändert und zum Nachdenken angeregt. Im Hinblick auf eine gelassenere Einstellung zu vielen Dingen im Leben.
Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung – ich würde es immer wieder machen.
Traut euch es einfach zu machen – in den meisten Fällen kommt ihr mit mehreren anderen jungen Erwachsenen an, die alle mit der gleichen Intention Ihre Reise antreten. Dadurch entstehen viele engen Freundschaften.