Ich hab mich direkt sehr wohl gefühlt, was sowohl am sympathischen Team vorort, als auch an den anderen Volunteers lag. Jeder erlebt das selbe und man hat einfach direkt eine Connection mit den anderen. Das wayers Home liegt auf einem Berg und man schaut auf das Meer. Das Essen ist sehr gut, die Unterkunft sauber und Unawatuna ein schöner, kleiner Ort, von dem man schnell andere Städte/Orte erreicht.
Mein Highlight war der letzte Projekttag, denn wir haben den Kindern Eis gekauft und dann nach dem Mittagessen alle im Klassenzimmer getanzt und ich habe zum Abschied Küsschen und Umarmungen bekommen. Die Kinder hat man einfach in sein Herz geschlossen. Die Triangle Tour war aber auch ein Highlight, denn man hat die Vielfalt des Landes, von Strand bis zu dem Hochland, erleben dürfen.
Ich denke, dass wir helfen konnten, dass die Kinder mutiger werden, mit uns – die anfangs Fremde waren – zu sprechen noch dazu auf Englisch. Die Kinder werden offen und neugierig auf Neues. Diese Eigenschaften sind wichtig, um ein erfülltes Leben zu führen. Es ist wichtig, dass die Kinder Englisch lernen, um ihre Bildungschancen zu erhöhen.
Ich bin um 8:15 Uhr los zum Kindergarten mit dem organisierten Transport, wo wir dann nach 10 Minuten Fahrt von strahlenden Kinderaugen begrüßt wurden und dann vor der Frage standen: an welchen Tisch warte ich mich heute? Von überall hört man : „Teacher please come here“ und man würde sich am liebsten aufteilen können. Dann wurde erstmal gezeigt, wer mit Legobausteinen den höchsten Turm bauen kann. Anschließend wurde gebetet und dann die Nationalhymne gesungen, was ich sehr besonders und schön fand. Gemeinsam wurde dann zu Kindertänzen getanzt, wo ich mindestens genauso viel Spaß hatte wie die Kinder.
Ausgepowert ging’s dann zur Unterrichtseinheit, wo wir entweder das Alphabet, die Zahlen , Forment etc. auf englisch beigebracht haben. Oft wurde auch gebastelt oder Gruppenaktivitäten gemacht. Nach dem Mittagessen stand die Spielzeit auf dem Programm. Um 11 hieß es goodbye und montags und mittwochs ist man danach noch zum Lesson Planning, um sich auf die nächsten Stunden vorzubereiten.
Den kompletten Nachmittag hatte man frei, um ihn nach Lust und Laune zu gestalten. Ich war surfen, bin mit Schildkröten geschwommen, war am Pool oder shoppen. Am Wochenende konnte man einfach mit dem Bus zu anderen Orten fahren, die von Unawatuna alle circa 30-1h entfernt waren. Langweilig wurde es jedenfalls nie 🙂
Sri Lanka ist ein unglaublich vielseitiges, multikulturelles und schönes Land, was sich sowohl in der Landschaft als auch in den Leuten wiederspiegelt. Die Menschen sind super offen und geben gerne Tipps. Wir sind häufig auf Ausflügen mit Locals ins Gespräch gekommen. Das Essen besteht häufig aus Reis und Curry, aber mein persönlicher Favorit war das Kottu. Die Schärfe wird meistens an die Europäer angepasst. Was man auf jeden Fall versuchen sollte, ist mit den Händen zu essen, wie es die Locals tun.
Mein Kindergarten hat im Monat 2000 Rupies zur Verfügung, das sind umgerechnet circa 6€. Für die Menschen dort ist das eine Menge Geld und für uns ist das ein normaler Kaffeepreis. Wir beschweren uns manchmal über Probleme, die so klein wirken verglichen zu den Sorgen, die Leute dort haben. Ich denke, man merkt, dass man dankbar sein sollte für das Leben, das man führen darf, dass man sagen kann, komm ich reise mal weit weg oder ich kaufe mir ein neues Shirt. Wir sollten das alles nicht als selbstverständlich sehen.
Ich würde es immer wieder machen! Mir hat es gut gefallen, ich hab viel erlebt, mich weiterentwickelt, neue Freundschaften geschlossen und ein neues Land kennen und lieben gelernt.
Die Zeit im Kindergarten bleibt unvergesslich für mich, denn ich hatte jeden Tag Spaß mit den Kindern zu basteln oder zu lernen und es hat mich gefreut, Fortschritte zu sehen, aber auch die wachsende Motivation, etwas Neues von uns zu lernen. Die Zeit wird immer in meinem Herzen bleiben und – falls ich wieder einmal auf Sri Lanka sein sollte – würde ich definitiv vorbeischauen.
Traut euch! Man wird’s nicht bereuen. 🙂