Am Morgen brachten wir jeweils die sogenannten Hakka Patas Survivor Dogs in den Garten. Anschliessend gingen wir in den uns zugeteilten Bereich, um dort den Hundekot zu beseitigen und das Gelände allgemein zu reinigen. Danach hatten wir Zeit, mit den Hunden zu sozialisieren, damit sie sich an den Kontakt mit Menschen gewöhnen und später leichter vermittelt werden können. Im Anschluss gingen wir jeweils rund eine halbe Stunde mit den behinderten Hunden spazieren. Viele von ihnen nutzen Rollstühle und durch die Bewegung im Garten konnten sie ihre Muskeln trainieren und sich gleichzeitig frei bewegen. Nach dieser Zeit brachten wir sie zurück und holten die nächsten Hunde heraus. Zum Abschluss des Vormittags verbrachten wir noch etwa eine Stunde mit den Welpen, um auch sie zu sozialisieren und auf den späteren Kontakt mit Menschen vorzubereiten.
Am Wochenende haben wir Ausflüge in nahe gelegene Orte gemacht, waren Surfen und haben eine Safari unternommen.
Ich habe mich in der Unterkunft wohl und sicher gefühlt. Man hat immer Unterstützung erhalten, wenn man diese gebraucht hat.
Die Arbeit mit den Strassenhunden war für mich das Beste am Projekt. Sie geben einem so viel Lebensfreude, Dankbarkeit und Liebe zurück. Das Team im Dog Shelter war super und leistet jeden Tag so enorm wichtige Arbeit. Es wäre schön, wenn sie mehr Unterstützung erhalten würden unter anderem auch durch längere Einsatzzeiten. Ich war überrascht, als ich erfahren habe, dass wir jeweils nur von 09:30-13:00 Uhr im Shelter sind. Wir sind manchmal freiwillig länger geblieben, um mehr unterstützen zu können.
Mein persönliches Highlight war die Arbeit mit den Strassenhunden. Man spürt die Lebensfreude, Dankbarkeit und Freude der Tiere und man merkt, dass man wirklich etwas Gutes tut und der Welt zurück gibt.
Als ich zum ersten Mal den Shelter betrat, wurde mir das enorme Ausmaß dieser lebensrettenden Arbeit bewusst: Über 2.500 Straßenhunde finden hier Zuflucht – Tiere, die auf der Straße misshandelt, verletzt oder einfach ausgesetzt wurden. Und täglich werden es mehr.
Während meiner Zeit im Shelter habe ich besonders mit den Hakka Patas Survivor Dogs gearbeitet – Hunde, die Unfassliches durchgemacht haben. Durch tägliche Pflege, geduldiges Training und vor allem Zuwendung durfte ich miterleben, wie diese traumatisierten Tiere langsam wieder Vertrauen zu Menschen aufbauten. Jeder kleine Fortschritt – ein scheuer Blick, der sich in Vertrauen verwandelt, ein Schwanzwedeln, erste zaghafte Schritte – war ein unbeschreiblicher Moment. Doch das Bewegendste war zu sehen, wie viele der behinderten Hunde durch regelmäßige Bewegung und gezieltes Training tatsächlich wieder laufen lernen können. Mit mehr Zeit, moderner Physiotherapie und geeigneten Rollstühlen könnte vielen dieser Hunde ihre Mobilität zurückgegeben werden.
Dieses Projekt hat mich so tief berührt, dass ich weiß: Ich werde zurückkehren. Und bis dahin möchte ich alles tun, um diese lebenswichtige Arbeit zu unterstützen.
Diese Zeit war für mich enorm bereichernd, und ich würde das Projekt jederzeit wieder machen und hedem von Herzen weiterempfehlen. Ich bin mir sicher, dass ich nach Sri Lanka – und in den Dog Shelter – zurückkehren werde. Durch diese Erfahrung habe ich für mich entschieden, mich auch zu Hause stärker im Tierschutz zu engagieren.
Zu Beginn meiner Reise habe ich oft das Feedback bekommen, dass viele ein Projekt mit Strassenhunden emotional nicht durchstehen könnten. Doch für mich hat sich gezeigt, dass man so viel Liebe und Dankbarkeit zurückbekommt, dass die emotionalen Herausforderungen schnell in den Hintergrund treten. Jeden Tag sehe ich, was man mit seiner Hilfe bewirken kann – welchen Unterschied selbst die kleinsten Taten machen.
Auch wenn ihr das Gefühl habt, dass es emotional herausfordernd sein wird – Macht es! Ihr werdet so viele schöne Momente erleben und einen enormen Beitrag für die Hunde leisten, den sie so dringend benötigen.