Unter der Woche bin ich morgens gegen 9:30 ca 10min zum Kindergarten gelaufen. Dann haben sich zunächst alle Kinder und Lehrerinnen im Hof versammelt und es wurde die Nationalhymne sowie andere Kinderlieder gesungen. Vormittags habe ich mit den Kindern gespielt und beim Unterricht mitgeholfen, wobei ich unterschiedliche Klassen/Gruppen besucht habe. Im Anschluss wurde gemeinsam Mittag gegessen. Nach und nach werden dann alle Kinder von ihren Eltern abgeholt, schlussendlich bin ich immer zwischen 15:30 und 16 Uhr zurück zum Homestay.
Am Wochenenden habe ich meistens mit den anderen Volunteers die Stadt erkundet: wir sind shoppen gegangen, haben nepalesische Restaurants und Street Food ausprobiert oder uns Aussichtspunkte angeschaut.
Ich habe mich bei Bhagwan im Homestay immer sehr wohl gefühlt. Er hat sich immer wieder erkundigt, ob mir das Projekt gefällt und Aktivitäten vorgeschlagen, die meinen Aufenthalt um einiges vielfältiger gemacht haben. Die Mitarbeiter im Haus waren ebenfalls stets aufmerksam und nett, sodass man immer gut umsorgt war. Zudem habe ich die Gemeinschaft der anderen Volunteers sehr genossen.
Die Menschen in Nepal sind super nett, auch wenn manchmal Sprachbarrieren bestehen, versteht man sich immer irgendwie. Auch gegenüber Touristen sind Nepalesen meistens sehr offen. Das Essen habe ich hier sehr gemocht, oft waren Gerichte dabei, die ich vorher noch nie probiert habe. Allerdings muss man sich an die grundsätzliche Schärfe erst einmal gewöhnen! Ebenfalls die Luftverschmutzung und der Verkehr in Kathmandu sind gewöhnungsbedürftig, an diesen gewöhnt man sich aber auch nach einiger Zeit.
Mein persönliches Highlight waren die Chandragiri Hills. Dabei bin ich mit drei Freunden mit einer Gondel auf einen Berg am Rand von Kathmandu gefahren. Bei gutem Wetter kann man von dort oben sogar den Mount Everest sehen! Die Aussicht, auch über Kathmandu, war einzigartig, einen Besuch kann ich daher nur empfehlen. Zudem hatte ich das Glück, beim „Annual Day“ des Kindergartens, in dem ich gearbeitet habe, teilzunehmen. Dort führten die Kinder Tänze auf und haben gesungen. Ich durfte sogar zusammen mit den anderen Lehrerinnen den Saree des Kindergartens tragen, was eine ganz besondere Erfahrung war!
Ich habe meinen Aufenthalt hier sehr genossen und bin froh diese Reise unternommen zu haben. Im Homestay habe ich neue Freunde gefunden, die den Aufenthalt hier noch um einiges schöner und witziger gemacht haben. Ich habe auf jeden Fall vor, noch einmal herzukommen!
Mein Aufenthalt hat mich definitiv selbstbewusster gemacht und mich aus meiner Komfortzone gebracht. Ich habe gelernt, offen auf Menschen zuzugehen und mich in einem fremden Land selbstständig zurecht zu finden.
Es ist wichtig, offen für Neues zu sein, im Hinblick auf die Kultur sowie auf neue Begegnungen! Zudem sollte man wissen, dass die nepalesische Woche am Sonntag beginnt und Dal Bhat hier das absolute Hauptgericht zu jeder Tageszeit ist.